Creative Minds on Stage – Lectures & Readings
An important part of our conventions are lectures by experts and readings by well-known authors. Behind it are guests, such as directors, authors, experts, and many other clever and creative minds who give exciting lectures or read from a book. As a rule, there is also a book signing by the author after the respective readings.


Vortragende/r: Andreas Zeilinger
Dauer: 60 Minuten
Sprache : Deutsch
Max. Teilnehmerzahl: keine Begrenzung
Helm Hammerhand
„Von den Königen der Mark zwischen Eorl und Théoden wird am meisten von Helm Hammerhand gesprochen.“ (J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Anhang A, II. Das Haus von Eorl) Mit diesen Worten beginnt in der in Anhang A enthaltenen Geschichte von Rohan der Abschnitt über die Herrschaft von Helm, dem neunten König von Rohan, der den Beinamen „Hammerhand“ erhielt und nach dem später auch „Helms Klamm“ benannt worden war. Während seiner Herrschaft wurden sowohl Rohan als auch Gondor von Feinden angegriffen und gerieten in große Bedrängnis. Darüber hinaus litt Mittelerde schwer unter dem Langen Winter, ehe die Feinde besiegt werden konnten. Dieser Vortrag befasst sich mit dem Leben und Sterben von König Helm Hammerhand und der Darstellung seiner Geschichte sowohl in Tolkiens Werk als auch im Anime-Film „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim“ von 2024.

Vortragende/r: Betty Finke
Dauer: 60 Minuten
Sprache : Deutsch
Max. Teilnehmerzahl: keine Begrenzung
Weltenschöpfer
Ohne Tolkien keine Fantasy? Nicht ganz, denn Fantasy gab es schon vorher, wenn auch nicht als Begriff. Tolkiens Beitrag zur Gattung war aber etwas, das es in dieser Form vorher noch nicht gab: die Erschaffung einer völlig neuen Welt mit eigener Geschichte, Mythologie und sogar Sprachen. Dieses Konzept war damals völlig neu. Nachfolgende Autoren folgten ihm darin. So entstand die „epic fantasy“ als neue Gattung und „world building“ wurde zu einem festen Begriff.
Der Vortrag untersucht, wie dieses „world building“ bei Tolkien aussieht und wie seine Nachfolger das Konzept übernehmen (teilweise auch verwässern), abwandeln und weiterentwickeln; von Terry Brooks, dessen Welt (zumindest auf den ersten Blick) wie ein reines Imitat wirkt, bis ganz aktuell zu Brandon Sanderson, der nicht nur eine eigene Welt, sondern ein ganzes eigenes Universum erschafft.

Vortragende/r: Dr. Christian Weichmann
Dauer: 60 Minuten
Sprache : Deutsch
Max. Teilnehmerzahl: keine Begrenzung
Jenseits von Mittelerde
Bei dem Namen Tolkien denkt man spontan an den "Herr der Ringe" und vielleicht noch den "Hobbit" und ganz eventuell an das "Silmarillion", auf jeden Fall aber an Mittelerde. Aber das ist nicht das einzige, was Tolkien geschrieben hat. Vieles hat er seinen Kindern erzählt und einiges davon ist auch veröffentlicht worden, aber bei weitem nicht alles. Auch der "Hobbit" ist ja eine seiner Kindergeschichten, die er aufgeschrieben hat, um nicht den Faden zu verlieren, und die zunächst nur indirekt mit Mittelerde zu tun hat.
In diesem Vortrag stellt Christian Weichmann einige von Tolkiens Nicht-Mittelerde-Geschichten vor, die durchaus auch lesenswert sind. Und dass sie nicht in Mittelerde angesiedelt sind, heißt nicht, dass sie keine Bezüge zu Mittelerde haben. Einige von diesen werden auch vorgestellt. Freuen Sie sich auf Reisen ins Elbenland, auf den Mond, ins Jenseits und nach Wales und auf Berichte vom Nordpol und von Autoausflügen.
Neurodiversität & Franchises
Zauberer, Androiden, Zeitreisende und Außenseiter….
Unsere liebsten Science-Fiction- und Fantasy-Welten sind bevölkert von Figuren, die „anders“ denken, fühlen und wahrnehmen als ihre Umgebung - Und genau darin liegt ihre Faszination!
Begriffe wie Neurodivergenz und Neurodiversität begegnen uns heute immer häufiger – nicht nur allgemein in der Gesellschaft, sondern auch in unseren Lieblings-Franchises. Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich wirklich? Handelt es sich um moderne Konzepte oder erzählen unsere Geschichten schon seit Jahrzehnten davon?
Warum erkennen sich so viele Menschen in Charakteren wieder, die logisch statt emotional handeln, soziale Regeln hinterfragen, Überforderungen erleben oder die Welt auf ihre ganz eigene Weise ordnen?
Aber was können wir als Gesellschaft und jeder für sich persönlich aus diesen Geschichten mitnehmen? Gemeinsam werfen wir einen Blick auf diese bekannten Figuren aus Science Fiction, Fantasy und Comics. Lasst uns eine Welt entdecken über den Wert des Andersseins, so vielfältig wie die Fandoms selbst.
Ich werde Sie bei dieser gedanklichen Reise auf der MagicCon 2026 begleiten - Als Severus Snape! Unbequem, präzise und mit der leisen Erkenntnis, dass Anderssein gar kein Makel, sondern eine verborgene Stärke ist.

Vortragende/r: Isabel Busch
Dauer: 60 Minuten
Sprache : Deutsch
Max. Teilnehmerzahl: keine Begrenzung
Ein wahrer Ritter ...
Ein wahrer Ritter...
So gut wie keine mittelalterlich inspirierte Fantasy kommt ohne sie aus: Ritter (weniger Ritter*innen). Selbst wenn sie nicht konkret so benannt werden, so scheint ein Fantasy-Krieger, der in Rüstung für eine höhere Sache kämpft, fast automatisch als „ritterartig“ gelesen zu werden.
Allein die Idee von Ritterlichkeit spielt eine große Rolle. Wir alle meinen zu wissen, was das im Mittelalter bedeutet hat, aber stimmt das? Was hat Ritter im Mittelalter wirklich ausgemacht? Wie hat das 19. Jahrhundert Ritter verklärt? Und wie sieht es in der modernen Fantasy aus?
Tolkien hat seine eigenen, kritischen Gedanken zur mittelalterlichen Ritterlichkeit und ihre Verbindung zu wahrem Heldentum gehabt und diese in seinen Werken zum Ausdruck gebracht.
Gleichzeitig zeigen Helden wie Aragorn und Faramir scheinbar „moderne“ ritterliche Züge.
Bei George R.R. Martin stehen Figuren ständig im Spannungsfeld zwischen idealistischen Fantasien und der brutalen Realität, wie z.B. die Geschichten um Sir Duncan the Tall zeigen.
Eine Untersuchung der Ritterlichkeit in den Werken Tolkiens und Martins wäre unvollständig, wenn nicht auch ein Bogen zu Männlichkeitsbildern geschlagen würde. Wie konservativ oder progressiv sind die „ritterlichen“ Männer? Und was passiert, wenn eine Brienne of Tarth in diese Männerdomäne eindringt?
Darum geht’s in diesem Vortrag.

Vortragende/r: Dr. Christian Weichmann
Dauer: 60 Minuten
Sprache : Deutsch
Max. Teilnehmerzahl: keine Begrenzung
Tolkiens Drachen
Sein Leben lang war J.R.R.Tolkien von Drachen begeistert, auch wenn er sagte, dass er lieber keinem begegnen würde. Und natürlich ist Smaug das bekannteste Ergebnis dieses Interesse, aber bei weitem nicht das Einzige. In Mittelerde gibt es sehr unterschiedliche Arten von Drachen beginnend mit dem hinterhältigen Glaurung, der noch nicht fliegen konnte, über Ancalagon den Schwarzen, dessen Sturz ganze Berge zerstörte, bis eben hin zu Smaug, der ein ganzes Zwergenreich vernichtet. Aber nicht nur in Mittelerde erfand Tolkien Drachen auch in England und auf dem Mond. Keiner von ihnen ist ungefährlich, aber viele sind sehr unterhaltsam. In diesem Vortrag liefert Christian Weichmann einen Überblick über Tolkiens Drachen. Aber er berichtet auch darüber welche Bedeutung Drachen für Tolkiens Karriere als Sprachwissenschaftler haben und wie er sich in seiner eigenen Forschung zu diesen geäußert hat.
Submission Lecture or Reading
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